Kategorie: Planetologie

Kühler Zwerg und die sieben Planeten

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden- und weltraumbasierten Teleskopen entdeckt, während sie vor ihrem Mutterstern vorbeizogen, dem besonders kühlen Zwergstern TRAPPIST-1. Darunter befand sich auch das Very Large Telescope der ESO. Dem heute in der Zeitschrift Nature erschienenen Fachartikel nach liegen drei der Planeten in der bewohnbaren Zone des Sterns und könnten auf ihren Oberflächen Ozeane aus Wasser beherbergen, wodurch die Möglichkeit steigt, dass in dem Sternsystem Leben möglich ist. Das System stellt sowohl in der Anzahl an bisher gefundenen erdgroßen Planeten als auch in der Zahl von Planeten, auf denen flüssiges Wasser auf der Oberfläche möglich ist, einen neuen Rekord auf.

Der Nordpol des Mars als Klimaarchiv

Anfang 2017 ist es Winter in der Nordhemisphäre des Mars. Ein neu erstelltes Farbmosaik zeigt das ungewöhnliche, fast perfekt symmetrische Muster der elfhundert Kilometer durchmessenden Nordpoleiskappe des Mars. Die Untersuchung der Nordpolkappe soll dazu beitragen, mehr über die Entwicklung des Klimas unseres Nachbarplaneten zu erfahren. Das Farbmosaik besteht aus 32 Aufnahmestreifen, die bei ebenso vielen Überflügen der ESA-Raumsonde Mars Express mit der High Resolution Stereo Camera (HRSC) aufgenommen wurden. Das HRSC-Kameraexperiment wird seit nunmehr 13 Jahren vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betrieben.

Radioblitze aus fremder Galaxie

Tag für Tag strahlen tausende rätselhafte Objekte im All Radiowellen ab, jede kaum länger als einige Millisekunden – zusammengenommen setzen sie aber eine Energiemenge von mehr als 500 Millionen Sonnen frei. Und doch blieb dieses Phänomen der Menschheit lange Zeit verborgen: Erst seit etwas mehr als zehn Jahren wissen wir über die sogenannten Fast Radio Bursts (FRB). Forscher entdeckten nun eine Zwerggalaxie in rund drei Milliarden Lichtjahren Entfernung, die für ihre Größe unerwartet starke Lichtlitze abstrahlt.

Trümmer von Schiaparelli entdeckt

Wie die Medien berichteten, missglückte bei der Raumsonde Schiaparelli das Landemanöver, sodass sie am 19. Oktober ungebremst auf der Oberfläche des Planten Mars einschlug. Nun entdeckte der Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) schwarze, von dunklen Strahlen umgebene Flecken, die aller Wahrscheinlichkeit nach die letzte Ruhestätte der Sonde markieren.