Kategorie: Mineralogie

Das Geheimnis der Zeitkristalle

Was klingt, als wäre es geradewegs einem Fantasy-Videospiel entsprungen, ist nun Realität: Sonderbare Formen der Materie, sogenannte „Zeitkristalle“, verändern ohne Pause ihre Struktur und brechen so die Symmetrie nicht wie üblich in der räumlichen Ebene, sondern in der Zeit. Damit gelang den Forschern bisher Unmögliches.

Die Mineralogie des Anthropozäns

Während einige Wissenschaftler noch darüber streiten, ob die Ausrufung des „Anthropozäns“ tatsächlich gerechtfertigt ist, veröffentlichte eine Gruppe U.S.-amerikanischer Wissenschaftler im Journal Americal Mineralogist eine Studie über 208 neuartige, unmittelbar dem menschlichen Eingriff und Handeln entspringende Minerale. Damit stellen sie gut 4% aller bekannten Minerale. Unter ihnen finden sich originelle Minerale wie der Simonkolleit [Zn5(OH)8Cl2·H2O] in alten Kupferminen. Wie der Mensch der Mineralwelt zu einer Blütezeit verhilft:

Kristallisation von Metallen

Aus meiner Sicht findet sich kaum Schöneres auf unserer Erde als das Wachstum von Kristallen. Daher rührt auch das Thema des heutigen Sonntagsvideos: Die Entstehung von Blei- und Silberkristallen.
Wir wünschen einen entspannten Sonntag!

Neues Mineral in Tansania entdeckt

Im Zeitalter der rasanten globalen Kommunikation wundert es nicht, dass Wissenschaftler aus aller Welt für die Analyse des neuen Minerals eingeflogen wurden. Gefunden und benannt wurde der Merelaniit nach dem Merelani-Bergbaudistrikt, der für seine Tansanit- und Tsavorit-Vorkommen bekannt ist.

Diamanten datieren Beginn der Kontinentalkollisionen

Sicher eingeschlossen im härtesten Mineral der Welt: Die von Juwelieren ungeliebten mineralischen Verunreinigungen in Diamant könnten neue Hinweise auf die Geschichte der Erde geben. Wissenschaftler analysierten Daten von über 4000 solcher Mineralinklusionen und fanden dabei heraus, dass die Plattenbewegung vor rund 3 Milliarden Jahren ihren Anfang nahm.

Forscher decken Bildungsmechanismen von Kupferlagerstätten auf

Kupferporphyr-Lagerstätten zählen zu den wertvollsten Erzvorkommen und stellen bis zu 75% der weltweiten Kupfer-Förderung. Die meisten Erz-bildenden Porphyre sind unterirdisch mit gigantischen Lagern oxidierten Kupfers an Subduktionszonen verbunden und weisen eine hohe Strontium/Yttrium-Affinität auf, während schwach mineralisierte Granitoide typischerweise kaum Sr/Y-Eigenschaften besitzen. Darüber hinaus ist jedoch nur wenig über deren Bildung bekannt. Ein Team von Wissenschaftlern hat es sich zur Aufgabe gemacht, mehr über die Bildung solcher Erze im Aktogai-Kupferporphyr in Erfahrung zu bringen.