Kategorie: Klimatologie

Wie Kälte und Dunkelheit die Dinosaurier auslöschten

Vor 66 Millionen Jahren hat das plötzliche Aussterben der Dinosaurier den Siegeszug der Säugetiere ermöglicht – und damit letztlich die Herrschaft des Menschen. Klimawissenschaftler haben jetzt rekonstruiert, wie winzige Tröpfchen von Schwefelsäure , die sich nach dem bekannten Einschlag eines großen Asteroiden auf der Erde hoch oben in der Luft gebildet und für mehrere Jahre einen erheblichen Teil der Sonneneinstrahlung auf unseren Planeten blockiert haben, das Leben auf der Erde beeinflussten. Pflanzen starben, und der Tod wanderte durch die Nahrungsnetze. Frühere Theorien fokussierten sich auf einen kurzfristigeren Effekt: auf den Staub, der durch den Einschlag empor geschleudert wurde.

Deutsches Arktisbüro nimmt Arbeit als Ratgeber für Politik und Wirtschaft auf

Die rasanten Klimaveränderungen in der Arktis beschäftigen inzwischen nicht mehr nur die Wissenschaft. Schrumpfendes Meereis und zerfallende Permafrostküsten rücken als Themen auch auf die Agenda der internationalen Politik und Wirtschaft. Um Entscheidungsträgern auf direktem Wege wissenschaftliche Beratung anbieten zu können, hat das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) an seinem Potsdamer Standort nun ein Büro für Arktisangelegenheiten eingerichtet. Das Deutsche Arktisbüro hat am 1. Januar 2017 offiziell seine Arbeit aufgenommen und setzt auf ein Expertennetzwerk aus Wissenschaftlern aller deutschen Forschungsinstitutionen, die zu Arktisthemen arbeiten.

TU Dresden stellt neues Datenportal für Gletscherforschung vor

Auf der diesjährigen AGU Fall – Meeting – Konferenz in San Francisco stellt die Professur für Geodätische Erdsystemforschung ihr neues Datenportal vor, das den Zugriff auf Fließgeschwindigkeitsfelder von mehr als 300 Auslassgletschern entlang des gesamten Randes des grönländischen Eisschilds ermöglicht. Zum ersten Mal wird es für viele grönländische Gletscher möglich, Fließgeschwindigkeiten für einen Zeitraum von 1972 bis heute zu verfolgen und detailliert zu untersuchen.

Erste nachtleuchtende Eiswolken über der Antarktis

Aufnahmen des Aeronomy of Ice in the Mesosphere (AIM) der NASA zeigen seit einigen Wochen in elektrischem Blau leuchtende Schemen über der Antarktis, die die Bildung nachtleuchtender Wolken in der südlichen Hemisphäre einläuten. Diese Wolken bilden sich in der Mesosphäre in etwa 80 Kilometern Höhe aus feinen Bruchstücken desintegrierter Meteore und Eiskristallen, die im Schein der Sonne zu strahlen beginnen.

Die Suche nach dem ältesten Eis der Erde

In der Antarktis suchen international führende Eis- und Klimawissenschaftler von 14 Institutionen aus zehn europäischen Ländern nach dem ältesten Eis der Erde. Ziel ist es zu erkunden, wo in der Antarktis zukünftig der am weitesten in die Erdgeschichte zurückreichende Eiskern erbohrt werden kann. Ein solcher Bohrkern erlaubt durch die Entschlüsselung vergangener Klimaprozesse bessere Prognosen für die Zukunft. Das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) koordiniert das mit 2,2 Millionen Euro von der EU finanzierte Projekt „Beyond EPICA – Oldest Ice“ (BE-OI).

Weltweites CO2-Wachstum stagniert fast

Das Wachstum der weltweiten CO2-Emissionen durch Verbrennung fossiler Brennstoffe wird 2016 voraussichtlich zum dritten Mal in Folge nahezu stagnieren. Laut Berechnungen des Global Carbon Project (GCP) wird der CO2-Ausstoß von fossilen Energien und der Industrie dieses Jahr etwa bei 36,4 Gigatonnen (Gt) liegen. 2015 lag er bei 36,3 Gt und 2014 bei 36,2 Gt. Sabine Fuss vom Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) und Mitglied im GCP-Lenkungsausschuss warnt jedoch: „Die geringere Wachstumsrate bei den Emissionen weicht noch immer vom Weg ab, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen.“

Ross-Eisschelf erzeugt atmosphärische Wellen

Unlängst veröffentlichte LiDAR-Observationen enthüllen eine beständige Wellenaktivität in der mittleren und oberen Atmosphäre der Antarktis, die kein vergleichbares Gegenstück in niedrigen und mittleren Breitengraden besitzt. Diese unübliche Bewegung deutet auf eine geographisch spezifische Quelle der atmosphärischen Wellen hin.