Kategorie: Geophysik

Chinas Weg zur Erdbebenvorhersage

In keinem anderen Land der Erde ist die Zahl der schädlichen Erdbeben so hoch wie in China. Ein großer Teil der Interkontinentalbeben, also der Erdbeben abseits der Plattengrenzen wie Subduktionszonen, finden im Ostasiatischen Land statt. Nicht selten mit zerstörerischen Folgen. Deshalb steht Erdbebenvorhersage weit oben auf der Wunschliste vieler chinesischer Erdbebenforscher. Ein neuer Satellit soll nun helfen, diesem Ziel deutlich näher zu kommen.

Neue Seismik-Kampagne im Erdölfeld Landau

Das Erdölfeld Landau in der Oberpfalz ist seit Jahrzehnten das ergiebigste Erdölvorkommen im Südwesten von Deutschland. Zwar wurde der Höhepunkt der Fördermenge bereits 1971 erreicht, doch plant der Betreiber Wintershall weitere Bohrungen im Süden von Rheinland-Pfalz. Neue Seismik-Untersuchungen, die von Januar bis März 2017 andauern werden, sollen das Potential eines noch unerschöpften Reservoirs erkunden.

Eine Schaltsekunde zum Ausgleich

Kaum jemand wird es bemerkt haben, und doch war es an Silvester wieder so weit: Nicht nur das Datum hat sich geändert, sondern auch die Uhrzeit wurde der langsamer werdenden Erdrotation angeglichen. Somit setzten die Uhren um 00:00:00 Uhr gewissermaßen für eine Sekunde aus, ehe sie im gewohnten Gang weiterliefen. Es war bereits die 27. Schaltsekunde seit 1972.

Das Erdbebengedächtnis von Störungen

Seit Beginn der Erdbebenforschung stellt sich für viele Seismologen die Frage, warum Erdbeben in der Art auftreten wie sie es tun. Häufig als Einzelereignisse in variierenden Abständen zueinander. Gelegentlich aber auch als Cluster mit mehreren großen Erdbeben binnen weniger Jahre. Warum dies so ist, beantwortet eine neue Studie.

Sonnenwinde bringen mehr Energie zur Erde als gedacht

Sonnenwinde sind ein permanenter, von der Sonne ausgehender Strom geladener Teilchen – hauptsächlich aus ionisiertem Wasserstoff. Das Erdmagnetfeld hält die Teilchen an der obersten Atmosphäre auf, wo ein Teil der Bewegungsenergie aus dem Teilchenstrom in elektrische Energie umgewandelt wird. Bei starken Sonnenwinden zeigt sich diese Energieumwandlung als Polarlichter. Ein internationales Team aus Wissenschaftlern mit Beteiligung der GFZ-Sektion Erdmagnetfeld zeigt nun in einer neuen Studie, erschienen in Annales Geophysicae, dass die Sonnenwinde deutlich mehr Energie zur Erde transportieren als bisher angenommen.

Erdbebenserien heben Küsten an

Eine neue Vorstellung von Vorgängen im Untergrund könnte erklären, wie schwere Erdbeben mit einer Magnitude größer als 7 (M>7) und die Hebung von Küsten miteinander zusammenhängen. Der Mechanismus hat Folgen für die Abschätzung des Erdbebenrisikos und der Tsunami-Gefahr für viele Regionen weltweit. Ein Team von internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter der Leitung von Vasiliki Mouslopoulou vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ stellt diese Überlegungen jetzt in der Fachzeitschrift „Tectonics“ vor. Demnach sind es Serien von schweren Erdbeben innerhalb eines geologisch kurzen Zeitraums, die die Küste in jenen Regionen anheben, wo sich eine Erdplatte unter eine andere schiebt (Subduktion).

Seismologen entdecken neue Erdbebenart in Los Angeles

Erdbeben gehören zu den größten natürlichen Bedrohungen für den US-Bundesstaat Kalifornien. Besonders die großen Städte Los Angeles und San Francisco, die nahe der berühmten San Andreas Störung erbaut sind, gelten als stark gefährdet. Nun haben Forscher im Westen von Los Angeles eine neue Erdbebenart entdeckt, deren Ursprung Fragen aufwirft und bisherige Risikoeinschätzungen anzweifelt.

Dank Erdbeben: Radiowellen können Berge überwinden

So wie ein Berg einen Schatten wirft und das dahinter liegende Tal vom Sonnenlicht abschirmen kann, blockiert er auch den Empfang von Radiowellen. Wohnt man in einem solchen „Funkloch“ auf der „dunklen Seite des Berges“, kann nicht nur der Radioempfang gestört sein. Auch Mobiltelefone können davon betroffen sein. Eine neue Studie aus Japan zeigt, dass in Regionen mit hoher Erdbebenaktivität selbst in Funklöchern Radiowellen gemessen werden können.