Meereshöhle bewahrt 5000-jährige Schnappschüsse von Tsunamis

Ein internationales Team von Wissenschaftlern unter der Leitung der Rutgers University, die in einer Meereshöhle in Indonesien gegraben hat, hat die unberührteste Tsunami-Aufzeichnung der Welt entdeckt. Eine 5000 Jahre alter Sediment-Schnappschuss, der zum ersten Mal zeigt, wie wenig wir über den Vorgang wissen, wenn Erdbeben massive Wellen auslösen. Die Ergebnisse werden in der aktuellen Ausgabe der Nature Communications vorgestellt.

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Quantenmechanik im Erdkern: Nickel ist entscheidend für das Magnetfeld der Erde

Berechnungen der TU Wien und der Uni Würzburg zeichnen ein neues Bild des Erdmagnetfelds: Mit Eisen alleine lässt sich der Geo-Dynamo – wie bisher gedacht – nicht erklären. Eine entscheidende Rolle spielt Nickel, dass rund 20% des Erdkerns ausmacht. Nickel ist ein Metall, das sich unter den extremen Bedingungen im Erdkern anders verhält als das Eisen. Materialwissenschaftliche Berechnungen, die ein Forschungsteam um Prof. Alessandro Toschi und Prof. Karsten Held (TU Wien) und Prof. Giorgio Sangiovanni (Universität Würzburg) nun in „Nature Communications“ veröffentlichten, zeigen, dass die Theorie des Geo-Dynamoeffekts modifiziert werden muss.

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Das Erdmagnetfeld ist einfacher aufgebaut, als bislang angenommen

Wissenschaftler haben Muster im Erdmagnetfeld identifiziert, die sich in der Größenordnung von 1.000 Jahren entwickeln und neue Einblicke in die Funktionsweise des Feldes liefern. Zudem ermöglichen sie ein Maß an Vorhersagbarkeit für Veränderungen, die bislang nicht möglich waren. Die Entdeckung ermöglicht es den Forschern auch, die Vergangenheit des Planeten noch genauer zu erforschen, indem man diesen geomagnetischen „Fingerabdruck“ verwendet, um Sedimentkerne aus Atlantik und Pazifik zu vergleichen.

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TU Dortmund untersucht Reaktivität von Ribozymen in „Ursuppe“ des Lebens

Die Arbeitsgruppe von Prof. Roland Winter von der Fakultät für Chemie und Chemische Biologie der TU Dortmund hat in Zusammenarbeit mit der Theoriegruppe von Prof. Dominik Marx an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) den Einfluss von Druck auf die Reaktivität eines Ribozyms untersucht. Ribozyme sind aktive Ribonukleinsäure-Moleküle in Zellen, die ähnlich den Enzymen auf Proteinbasis chemische Reaktionen verstärken. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fanden heraus, dass in der Ursuppe – unter den Bedingungen, unter denen Leben entstanden sein könnte – Ribozyme besonders reaktiv sein können. Die Arbeit wurde in dem renommierten Wissenschaftsmagazin „Nature Communications“ publiziert.

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Chinas Weg zur Erdbebenvorhersage

In keinem anderen Land der Erde ist die Zahl der schädlichen Erdbeben so hoch wie in China. Ein großer Teil der Interkontinentalbeben, also der Erdbeben abseits der Plattengrenzen wie Subduktionszonen, finden im Ostasiatischen Land statt. Nicht selten mit zerstörerischen Folgen. Deshalb steht Erdbebenvorhersage weit oben auf der Wunschliste vieler chinesischer Erdbebenforscher. Ein neuer Satellit soll nun helfen, diesem Ziel deutlich näher zu kommen.

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Neue Seismik-Kampagne im Erdölfeld Landau

Das Erdölfeld Landau in der Oberpfalz ist seit Jahrzehnten das ergiebigste Erdölvorkommen im Südwesten von Deutschland. Zwar wurde der Höhepunkt der Fördermenge bereits 1971 erreicht, doch plant der Betreiber Wintershall weitere Bohrungen im Süden von Rheinland-Pfalz. Neue Seismik-Untersuchungen, die von Januar bis März 2017 andauern werden, sollen das Potential eines noch unerschöpften Reservoirs erkunden.

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Eine Schaltsekunde zum Ausgleich

Kaum jemand wird es bemerkt haben, und doch war es an Silvester wieder so weit: Nicht nur das Datum hat sich geändert, sondern auch die Uhrzeit wurde der langsamer werdenden Erdrotation angeglichen. Somit setzten die Uhren um 00:00:00 Uhr gewissermaßen für eine Sekunde aus, ehe sie im gewohnten Gang weiterliefen. Es war bereits die 27. Schaltsekunde seit 1972.

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