Magma innerhalb der Erdkruste überraschend kalt

In Form von glühend-heißer und leuchtender Lava, die bei einem Vulkanausbruch an die Oberfläche tritt, ist Magma wohl jedem Menschen gut bekannt.
Doch welche Eigenschaften weist Magma eigentlich auf, bevor es durch die Erdkruste austritt?
Nur wenig war bislang darüber bekannt, denn es ist im Inneren unseres Planeten nur sehr schwer zu erforschen, sieht man von seismischen Eigenschaften ab. Nun ist es einem Forscherteam der University of California, in Davis, gelungen, mehr über den Zustand von Magma vor einer Eruption zu erfahren, woraus sich neue Ansätze für Voraussagen von Vulkanausbrüchen ergeben könnten.

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Campi Flegrei: Vulkanausbruch bei Neapel wahrscheinlicher

Mit zahlreichen Kratern, Schlackenkegeln und Calderen zeigt sich das Vulkangebiet am Westrand der italienischen Millionenstadt Neapel. Wer am Bahnhof Pozzuoli aussteigt, dem steigt bei richtiger Windrichtung direkt ein beißender Schwefelgeruch in die Nase. Campi Flegrei – die brennenden Felder – gelten als gefährlichster Vulkan Europas, an dem selbst eine kleine Eruption immense Auswirkungen haben kann. Eine neue Studie zeigt, dass durch jüngste Aktivitäten die Wahrscheinlichkeit einer solchen Katastrophe deutlich angestiegen ist.

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TU Dortmund untersucht Reaktivität von Ribozymen in „Ursuppe“ des Lebens

Die Arbeitsgruppe von Prof. Roland Winter von der Fakultät für Chemie und Chemische Biologie der TU Dortmund hat in Zusammenarbeit mit der Theoriegruppe von Prof. Dominik Marx an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) den Einfluss von Druck auf die Reaktivität eines Ribozyms untersucht. Ribozyme sind aktive Ribonukleinsäure-Moleküle in Zellen, die ähnlich den Enzymen auf Proteinbasis chemische Reaktionen verstärken. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fanden heraus, dass in der Ursuppe – unter den Bedingungen, unter denen Leben entstanden sein könnte – Ribozyme besonders reaktiv sein können. Die Arbeit wurde in dem renommierten Wissenschaftsmagazin „Nature Communications“ publiziert.

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Gespeist aus dem ersten Äon der Erdgeschichte

Der Erdmantel beherbergt Schmelze, die älter ist als der Mond: Der Geochemiker Matthew Jackson der UC Santa Barbara fand zusammen mit Wissenschaftlern der University of Hawaii und der University of Texas heraus, dass die heißesten und somit elastischsten Mantel-Plumes aus einem Reservoir gespeist werden, dessen Zusammensetzung seit der Entstehung der Erde nach dem Big Bang unverändert geblieben ist.

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Überraschung am Lava-Plateau

Was spielt sich im Erdinneren ab, wenn sich Vulkane bilden und Erdplatten bewegen? Um diese Fragen zu beantworten, ist die Forschung auf Spuren der Prozesse auf der Erdoberfläche angewiesen. Doch ihre Auswertung ist sehr kompliziert. Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel konnten jetzt nachweisen, dass die bisher gültige Zuordnung einiger Gesteinstypen zu bestimmten Formen des Vulkanismus nicht eindeutig ist. Die Studie erscheint heute in der internationalen Fachzeitschrift Nature Communications.

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Von der Dynamik eines Magma-Reservoirs und Sauerstoffisotopen in Quarz

Der Quarz ist in magmatischen Gesteinen mit hohem Siliziumgehalt ein sehr häufiges Mineral. In einer Fallstudie hat nun ein internationales Wissenschaftler-Team die Brauchbarkeit von Quarz als Tracer (ein geochemischer Marker) für magmatische Prozesse untersucht, die vor einer Eruption stattgefunden haben. Als Untersuchungsobjekt wählten sie dafür den Toba Vulkan in Indonesien, der nach einer Theorie mit seinem Ausbruch vor 75 000 Jahren die Menschheit beinahe ausgelöscht hätte.

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Vulkane unter Rheintal und Eifel werden (noch) nicht aktiver

Wow, da hab ich wohl schon in der Überschrift ein bisschen Spannung rausgenommen. Tut mir echt leid, nachdem diverse Westdeutsche Medien diese seit gestern Abend so schön aufgebaut haben. Panikmache vom feinsten, könnte man denken. Dabei ist es eine Schlagzeile, die ihre wichtige Intention verfehlt und stattdessen Kritik und Beschimpfungen auf den Plan ruft. Ein Kommentar zur potentiellen Katastrophe, politischen und journalistischen Verfehlungen, aus wissenschaftlicher und journalistischer Sicht!

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Lakkolithe können auch während eines Vulkanausbruchs entstehen

Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat entdeckt, dass sogenannte Lakkolithe – dicht unter der Erdoberfläche gelegene Magmakörper – auch während des Ausbruchs eines Vulkans entstehen können. Bisher war lediglich bekannt, dass sich Lakkolithe vor Eruptionen bilden. Die Entdeckung dürfte Auswirkungen auf die künftige Abschätzung der Gefahren durch Vulkanausbrüche haben.

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Lehrstunde des Vulkanismus

Vergangene Woche landeten japanische Wissenschaftler erstmals auf der Insel Nishinoshima (Rosario Island). Die Insel war vor zwei Jahren lediglich ein kleiner Felsen im Pazifik, ehe der submarine Vulkan darunter auf spektakuläre Weise ausbrach und die Fläche der Insel verzwölffachte.

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