Kategorie: Sedimentologie

Das Gestein des Jahres 2017: Diabas

Der BDG hat den Diabas als Gestein des Jahres 2017 ausgewählt. Diabase sind ein rechter Tausendsassa: sie werden für Bildhauerarbeiten genauso wie für Gleisschotter verwendet und sorgen auf Straßen für einen guten Grip. Außerdem dienen sie gemahlen wegen ihres hohen Kalzium- und Magnesiumgehaltes als „Urgesteinsmehl“ zur Bodenverbesserung im Gartenbau und der Landwirtschaft.

Graffiti für die Wissenschaft

Erosionsraten an Gesteinsoberflächen lassen sich durch Farbanstrich ermitteln. Das zeigt eine Studie eines schweizerisch-deutsches Forscherteams mit Beteiligung des Wissenschaftlers Jens Turowski vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ. Das neue Verfahren nennen Sie „erosion painting“, zu Deutsch: „Erosionsmalerei“.

3,26 Milliarden Jahre alte Erosionsspuren

In jüngerer Vergangenheit häuften sich Fossilfunde von Organismen, die vor mehr als 3 Milliarden Jahren (!) im tiefsten Archaikum die Urmeere bevölkerten. Bis heute kann sich das niemand die Existenz solcher Lebewesen erklären; ihre Entstehung stellt noch immer eines der größten Paradoxa der Erdgeschichte dar.

Lithologie bestimmt Methan-Freisetzung am Meeresgrund

Durch den Klimawandel erwärmen sich die Meere. Besonders im Nordatlantik zeigen die steigenden Temperaturen Auswirkungen. An den Kontinentalhängen dort lagern riesige Vorkommen an Methanhydraten, kristalline, im Sediment gebundene Formen des Gases Methan. Diese könnten durch steigende Temperaturen destabilisiert werden. Forscher entdeckten nun, dass andere Faktoren bestimmen, ob Methan freigesetzt werden, oder nicht.