Forschungsfahrt zu den Wolken im Meer

Dunkler Rauch steigt auf vom Meeresboden, der sich zu Wolken formt, freigesetzt von Unterwasservulkanen zwischen 700 und 1800 Metern unter der Wasseroberfläche. Was genau diese Wolken enthalten, wie weit sich deren Inhaltsstoffe im Meer verbreiten, will eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern erforschen. Mit dabei ist ein fünfköpfiges Team der Jacobs University unter Leitung der 31-jährigen Geochemikerin Dr. Charlotte Kleint.

Weiterlesen »

Warum der Meeresboden in Bewegung gerät

Wenn Meeresboden den Halt verliert und in Bewegung gerät, geschieht das oft in deutlich größeren Dimensionen als bei Erdrutschen an Land – und an viel flacheren Hängen. Gleichzeitig können die Bewegungen unter Wasser verheerende Tsunamis auslösen. Doch wann welcher Hang warum unter Wasser abrutscht, ist weitgehend unklar. Mögliche Ursachen zeigen nun Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anhand von Hangrutschungen vor der Küste Nordwestafrikas.

Weiterlesen »

Was löste Gashydrate am Ende der letzten Eiszeit auf?

Große Mengen des Treibhausgases Methan lagern als feste Gashydrate in den Kontinentalhängen der Ozeanränder. Sie sind nur bei niedrigen Temperaturen und hohem Druck stabil. Doch welche Faktoren können die Gashydratstabilität noch beeinflussen? Ein deutsch-norwegisches Forscherteam hat vor Norwegen Belege gefunden, dass die Menge des sich auf dem Meeresboden ablagernden Sediments eine entscheidende Rolle spielen kann.

Weiterlesen »

Erste Messung der Erdgravitation mit einer transportablen optischen Uhr

In einer europäischen Forschungskooperation, an der Uhrenexperten des National Physical Laboratory (NPL, England), des Istituto Nazionale di Ricerca Metrologica (INRIM, Italien) und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) beteiligt waren, wurde die transportable optische Strontiumuhr der PTB genutzt, um das Gravitationspotential der Erde zu messen.

Weiterlesen »

Tiefseeforschung und die Alpen – wie passt das zusammen?

Die Alpen bildeten sich vor ungefähr 130 Millionen Jahren, als die eurasische Erdplatte mit der afrikanischen Platte zusammenstieß. Noch immer sind im Alpenraum starke Kräfte im Untergrund aktiv. Was aber geschieht dort genau, wenn sich zwei Erdplatten aufeinander zubewegen? Diese Frage will das europäische Großprojekt AlpArray beantworten. Das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel übernimmt dabei zusammen mit dem Institut de Physique de Globe aus Paris den marinen Teil. Am 7. Februar startet eine Expedition vor die Küsten Frankreichs und Norditaliens.

Weiterlesen »

Klimaschwankungen in Vergangenheit und Zukunft

AWI-Forscher haben anhand eines einmaligen weltweiten Vergleichs von Daten aus Bohrkernen vom Meeresboden und von polarem Gletschereis gezeigt, dass die Klimaschwankungen von Kalt- zu Warmzeiten zwar weltweit abnahmen, aber keinesfalls so stark wie bislang gedacht. Bisher ging man davon aus, dass Kaltzeiten von extremen Temperaturvariabilitäten geprägt waren, während Warmzeiten relativ stabil erschienen. 

Weiterlesen »

Verhee­rende Erd­beben wieder­holen sich regel­mäßig

Bei der Analyse von Sedimentkernen aus chilenischen Seen entdeckte ein internationales Team von Wissenschaftlern, dass sich sehr große Erdbeben in relativ regelmäßigen Abständen wiederholen. Berücksichtigt man auch kleinere Erdbeben, so wird das Wiederholungsintervall immer unregelmäßiger, bis hin zu einem Ausmaß, wo Erdbeben zeitlich zufällig auftreten.

Weiterlesen »

Diamanten lassen tief blicken: Bayreuther Forscher entdecken Oxidationsprozesse im Erdinnern

Diamanten haben nicht nur als Juwelen, sondern auch für die Geoforschung einen einzigartigen Wert. Sie enthalten winzige Einschlüsse von Mineralen, die dazu beitragen, chemische Prozesse im Innern der Erde aufzuklären. Ein internationales Team mit Wissenschaftlern der Universität Bayreuth berichtet jetzt in “Nature Geoscience”, dass das in Einschlüssen von Granat enthaltene Eisen ungewöhnlich stark oxidiert ist, wenn die Diamanten in großer Tiefe entstanden sind. Die Forscher halten es für wahrscheinlich, dass in der Übergangszone zum unteren Erdmantel Redoxreaktionen zwischen Eisen und Kohlenstoff stattfinden, die möglicherweise eine wichtige Rolle im Kohlenstoffkreislauf der Erde spielen.

Weiterlesen »