Monat: März 2017

Sedimente unter dem Toten Meer warnen vor fataler Dürre

In einer Tiefe von fast 300m unter der Sohle des Toten Meeres fanden Wissenschaftler des Lamont-Doherty Earth Observatoriums der Columbia State University Belege dafür, dass der Mittlere Osten in vergangenen Warmzeiten unter so extremer Dürre litt, wie sie von Menschen niemals erlebt oder festgehalten wurde.
Eine mögliche Warnung für die Gegenwart und Zukunft?

Eine Revolution der Dinosaurier-Systematik?

Vor einigen Tagen ging in der renommierten Fachzeitschrift „Nature“ ein neues Paper online, welches das Zeug hat, den gesamten Sektor der Dinosaurierforschung zu erschüttern. Baron et al. (2017) stellt nichts weniger als die gesamte grundsätzliche Dinosaurier-Systematik auf den Kopf, was weitreichende Implikationen für unser Verständnis von Evolution und Paläobiogeographie sowie die Interpretation der oft bruchstückhaft belegten basalen Vertreter der Dinosaurier hätte. Die neue Studie schlug in der Fachcommunity ein wie eine Bombe und wird derzeit heftig diskutiert. Aber was ist davon zu halten? Auf der Suche nach Antworten und einer Einschätzung hat sich Stefan Reiss das Paper angeschaut, durch die Supplementary Information gewühlt, frühere Veröffentlichungen konsultiert, die Debattenbeiträge auf verschiedenen Paläo-Blogs durchgelesen und mit persönlichen Kontakten in Fachkreisen gesprochen.

1,6 Milliarden Jahre alte Zellstrukturen von Rotalgen zeigen, dass sich mehrzelliges Leben wesentlich früher entwickelt haben könnte

Wissenschaftler vom Schwedischen Museum für Naturkunde in Stockholm haben in der 1,6 Milliarden Jahre alten Chitrakoot-Formation in Zentralindien möglicherweise die ältesten Fossilien eukaryotischer Pflanzen entdeckt. Es handelt sich dabei um Rotalgen, die somit 400 Millionen Jahre älter als die bisher ältesten Funde von Rotalgen wären. Dies würde bedeuten, dass die Ära des sichtbaren Lebens wesentlich früher begonnen haben könnte, als bisher angenommen wurde.

Frühester Riesenpinguin entdeckt

Neue Funde aus dem mittleren Paläozän von Neuseeland zählen nicht nur zu einem den ältesten bekannten Pinguinfossilien, sondern stammen auch von einem der größten Pinguine der Erdgeschichte. Die Anatomie und phylogenetische Position des neuen Exemplars deuten auf eine frühere Radiation der Pinguine als bislang angenommen, und auf eine lang anhaltende Blütezeit großwüchsiger Pinguine im Paläogen hin.

Starkes Erdbeben erschüttert Bali

Indonesien – Ein starkes Erdbeben hat in der Nacht teile Indonesiens erschüttert. Nach Angaben von GFZ erreichte das Erdbeben eine Stärke 5,6. Der Indonesische Erdbebendienst (BMKG) gibt die Stärke mit 6,4 an. Das Epizentrum lag im Süden von Bali in…

Das Geheimnis der Zeitkristalle

Was klingt, als wäre es geradewegs einem Fantasy-Videospiel entsprungen, ist nun Realität: Sonderbare Formen der Materie, sogenannte „Zeitkristalle“, verändern ohne Pause ihre Struktur und brechen so die Symmetrie nicht wie üblich in der räumlichen Ebene, sondern in der Zeit. Damit gelang den Forschern bisher Unmögliches.

16 Prozent der Deutschen bestreiten den Klimawandel

Eine repräsentative Studie hat kürzlich festgestellt, dass 16 Prozent der Deutschen den Klimawandel infrage stellen. Das ist deutlich mehr als in anderen europäischen Ländern – so sind es in Frankreich nur sechs und in Norwegen nur vier Prozent. Welche klaren Beweise gibt es also für den Klimawandel?

Die Schutzschicht der Ur-Landpflanzen

Ein internationales Forschungsteam hat einen biochemischen Reaktionsweg entdeckt, der bei Moosen für die Entwicklung der Kutikula verantwortlich ist. Diese wachsartige Oberfläche liegt auf den Zellen der Epidermis, bildet die äußere Schutzschicht der Pflanzen und schützt diese vor Wasserverlust. Die Biologinnen und Biologen haben den Mechanismus, der den evolutionären Übergang von Wasser- zu Landpflanzen ermöglicht hat, am Moos Physcomitrella patens nachgewiesen. Prof. Dr. Ralf Reski von der Universität Freiburg und Dr. Danièle Werck-Reichhart vom Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) Institut für Pflanzenmolekularbiologie (IBMP) in Strasbourg/Frankreich leiteten das Forschungsteam, das seine Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlichte.

„Shell wusste Bescheid“

Ein von Journalisten des niederländischen Magazins „De Correspondent“ und der britischen Zeitung „The Guardian“ ausfindig gemachter Lehrfilm des Ölkonzerns Shell belegt, dass die Firma bereits im Jahr 1991 über die Gefahren des Klimawandels Bescheid wusste. Besonders brisant ist dabei eine…