Lehrstunde des Vulkanismus

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A aerial views shows the pacific island of Nishinoshima, also known as Rosario Island, where researchers started surveillance activities for the first time since its eruption in 2013, some 1,000 kilometers south of Tokyo, Japan October 20, 2016. Mandatory credit Kyodo/via REUTERS
Nishinoshima/Rosario Island, 20.10.2016; Credits: Kyodo/via REUTERS

Vergangene Woche landeten japanische Wissenschaftler erstmals auf der Insel Nishinoshima (Rosario Island). Die Insel war vor zwei Jahren lediglich ein kleiner Felsen im Pazifik, ehe der submarine Vulkan darunter auf spektakuläre Weise ausbrach und die Fläche der Insel verzwölffachte.

Im Jahr 2013 konnte die Welt aus nächster Nähe die Entstehung einer Vulkaninsel mitverfolgen. Heute – nur zwei Jahre nach diesem Ereignis – zeigen Luftaufnahmen der 1000 Kilometer südlich der Stadt Tokyo gelegenen Insel einen bereits von erster Vegetation umgebenen Krater. Wissenschaftler des Umweltministeriums reisten am 20. Oktober mit dem Schiff an und schwammen das letzte Stück bis an Land, um die biologische Kontamination so gering wie möglich zu halten. Damit waren sie die ersten Menschen, die jemals einen Fuß auf diese Insel gesetzt haben.

Die Forscher sammelten vor Ort Gesteins-, Pflanzen- und Insektenproben und dokumentierten die erste Besiedelung durch Maskentölpel, eines großen Seevogels. Neben ökologischen Belangen hoffen sie auch Erkenntnisse des Wachstumsprozesses solcher Vulkaninseln aus Lava und Asche gewinnen zu können. Weiterhin installierten sie mehrere seismische Monitore, um die Insel in der Zukunft besser überwachen zu können.

Gerade für Japan hat das Studium der Vulkane eine enorm höhe Priorität, das das Land genau am nordwestlichen Rand des sogenannten „Ring of Fire“ liegt, eines hufeisenförmigen Bandes voller Verwerfungen und Vulkane um den Pazifik herum.

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Quelle: REUTERS (31.10.16)

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Christoph Faist

Studiert seit 2015 am gemeinsamen Geozentrum von LMU und TU in München.

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