Größtes Erdbebenarchiv zeigt natürliche Porenfluiderhöhung

Zum besseren Verständnis der durchschnittlichen Wiedereinkehrperiode schwerer Erdbeben sind, neben historischen Aufzeichnungen, vor allem paläoseismologische Untersuchungen essentiell. Während besonders an Subduktionszonen durch viele Untersuchungen die seismische Geschichte weitgehend bekannt ist, fehlen an vielen Intraplattenstörungen diese Daten. Dabei werfen gerade die…

Flechten aus dem Bernsteinwald – Forscher entdecken 152 neue Arten

Ein Forscherteam der Universitäten Göttingen und Helsinki hat 152 neue fossile Flechten in Bernsteinen entdeckt und analysiert. Die Fossilien sind zwischen 24 und 47 Millionen Jahre alt und stammen von zwei bedeutenden europäischen Bernsteinlagerstätten: aus dem Baltikum und aus Bitterfeld in Sachsen-Anhalt. Bisher existierten lediglich 15 fossile Belege von Flechten. Mit dem Fund hat sich die Zahl der bekannten Flechtenfossilien also mehr als verzehnfacht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Plants erschienen.

Moabosaurus, der nicht-Bombensaurier aus der Unterkreide von Utah

Mit über 20 Spezies liefert uns die Morrison Formation aus dem Oberen Jura Nordamerikas die wahrscheinlich zahl- und artenreichste Sauropodenfaune überhaupt, weltberühmte Gattungen wie Brontosaurus und Brachiosaurus sind darin ebenso vertreten wie eher obscure Taxa, etwa Cathetosaurus oder Suuwassea. Eine erdgeschichtliche Periode später, in der Oberen Kreide, kennt man dagegen vom gesamten Kontinent nur noch eine einzige Sauropodenart: Alamosaurus sanjuanensis. Noch dazu handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine aus Asien eingewanderte Art. Um die Mechanismen des Wandels und Aussterbens der nordamerikanischen Sauropoden zu verstehen, muss also ihre Evolution zwischen dem Ende des Jura und dem Auftreten von Alamosaurus weiter erforscht werden. Eine neue Art aus diesem Zeitintervall, Moabosaurus utahensis wurde kürzlich von Britt und Kollegen beschrieben.

TU Dortmund untersucht Reaktivität von Ribozymen in „Ursuppe“ des Lebens

Die Arbeitsgruppe von Prof. Roland Winter von der Fakultät für Chemie und Chemische Biologie der TU Dortmund hat in Zusammenarbeit mit der Theoriegruppe von Prof. Dominik Marx an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) den Einfluss von Druck auf die Reaktivität eines Ribozyms untersucht. Ribozyme sind aktive Ribonukleinsäure-Moleküle in Zellen, die ähnlich den Enzymen auf Proteinbasis chemische Reaktionen verstärken. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fanden heraus, dass in der Ursuppe – unter den Bedingungen, unter denen Leben entstanden sein könnte – Ribozyme besonders reaktiv sein können. Die Arbeit wurde in dem renommierten Wissenschaftsmagazin „Nature Communications“ publiziert.

Teleocrater: Überraschendes von der Stammlinie der Dinosaurier

Eigentlich sind die groben Züge des Stammbaums innerhalb der Archosaurier inzwischen gut bekannt. Vor allem ist der Split in die zwei Hauptlinien der Avemetatarsalia (der Dinosaurier-Vogel-Linie) und der Pseudosuchia (oder auch: Crurotarsi; die Krokodil-Linie) allgemein akzeptiert. Was bislang aber nur unzureichend bekannt ist, ist die Stammlinie der Dinosaurier-Linie mit den basalen Verzweigungen der Avemetatarsalia. Die meisten dort einzuordnenden Formen besitzen entweder bereits eigene weitreichende Spezialisierungen oder sind nur bruchstückhaft bekannt. Beides kaschiert ein wenig, was denn nun wirklich der ursprüngliche Zustand dieser erfolgreichen Linie gewesen ist. Eine neue Entdeckung scheint nun etwas Licht ins Dunkel zu bringen und dabei auch Überraschungen parat zu haben. Der Name der neuen Art: Teleocrater rhadinus.

Neue Erkenntnisse der „Ozeanwelten“ unseres Sonnensystems

Jupiter und Saturns Eismonde stehen nach wie vor im wissenschaftlichen Fokus, denn sie sind mögliche Kandidaten für Leben außerhalb der Erde. Unterhalb der dicken Eisschichten befinden sich riesige Ozeane, die sich meist über den gesamten Himmelskörper erstrecken.
Neue Erkenntnisse über diese „Ozeanwelten“ durch die NASA Mission Cassini und das Hubble Weltraumteleskop wurden nun in zwei neuen Artikeln veröffentlicht.

Forscher entschlüsseln die Antriebskräfte der Wanderung großer Eisberge

Wenn in absehbarer Zukunft am Larsen-C-Schelfeis in der Antarktis ein Tafeleisberg von der fast siebenfachen Größe Berlins abbricht, beginnt für ihn eine Wanderung, deren Route Klimawissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung schon jetzt ziemlich genau vorzeichnen können. Den Forschern ist es nämlich gelungen, die Drift antarktischer Eisberge durch das Südpolarmeer treffend zu modellieren und dabei die physikalischen Antriebe ihrer Wanderung und ihres Schmelzens zu identifizieren. Welche Kräfte dabei maßgeblich wirken, hängt nämlich von der Größe des Eisberges ab. Die neuen Ergebnisse sind im Online-Portal des Fachmagazins Journal of Geophysical Research: Oceans erschienen.